Gewichtige Chart-Technik

In der Analyse von Aktien bezeichnen die Begriff “Chart-Technik” und “Technische Analyse” eine Vorgehensweise um auf dem Kursverlauf eines Wertpapiers Trends erkennen zu können. Mir ist aufgefallen, dass sich diese Werkzeuge auch auf meine jüngste Gewichtsabnahme anwenden lassen, mit interessanten Ergebnissen.

Damit man etwas zu analysieren hat, braucht man mal einen Haufen Messdaten. Diese liefert meine Withings Waage, welche bei jeder Wiegung die neuen Daten auf die Withings Website hochlädt. Witziger Nebeneffekt ist, dass die Waage das neue Gewicht dann auch tweetet.

Mir ging es bei der technischen Analyse der Gewichtsdaten seit Jahresanfang darum, zu sehen ob sich während zweier Zeiträume ein Trend darstellen ließe. Der erste Zeitraum war kurz nach Jahresbeginn, als meine Wien Diät begann. Der zweite Zeitraum begann Anfang Februar, als ich zusätzlich zu meinem Bewegungsprogramm noch Herbalife Ernährung dazu nahm.

Das Grundprinzip der technischen Analyse ist, eine Linie von oben und unten auf die Punkte der Daten-Kurve zu legen. Sind die Linien parallel, dann spricht man von einem “Trend-Kanal”. Laufen sie auseinander, dann ist der Trend dabei sich aufzulösen. Laufen sie zusammen, dann rechnen die Aktien-Profis mit einem radikalen Ausbruch. Auf meinem Chart sehen wir zwei schön stabile Kanäle, da die äußeren Grenzen (gepunktete Linien) parallel verlaufen.

Gewichtsverlauf Analyse

Ausgehend von meiner “Hochwasser-Marke” am Anfang November 2013, mit 79,2 kg brannte echt der Hut. Bei meiner Größe von 167 cm beginnt der übergewichtige Bereich bei 70 kg. Mehr als 9 kg Übergewicht hatte ich mir im Laufe der letzten 7 Jahre “angespart”.

Die Zeit kurz danach, November und Dezember, verbrachte ich damit zu versuchen “weniger zu essen”. Dass das wenig brachte ist auf dem Chart leicht zu sehen. Ich konnte zwar fast 2 Kilo not-abnehmen, aber das Jojo ging Ende Dezember wieder auf fast 78 kg.

Die Wien Diät

Gröbere persönliche Turbulenzen führten dann im Jänner dazu, dass ich mich wesentlich mehr bewegte und weniger Appetit hatte. Ich nenne es die “Wien Diät”, weil ich durch die weiten Strecken, die ich in Wien täglich zu Fuss zurücklegen musste, einen wesentlich höheren täglichen Grundumsatz an Kalorien erreichte. Der rote Trend-Kanal hat eine Schwankungsbreite von 2,1 kg und ein Gefälle von minus 2 Kilo pro 30 Tage.

Es lässt sich am Chart allerdings auch erahnen, dass die tatsächliche Linie der Messwerte im Februar dann instabil wird und sich gefährlich dem oben Rand des Trend-Kanals annäherte. Ein Ausbruch nach oben schien unausweichlich. Mir sagt dies, dass die “Wien Diät” dann vermutlich ebenfalls zu einem Jojo-Effekt geführt hätte, weil reduzierte Nährstoffaufnahme zwar kurzfristig einen Gewichtsverlust bringt, aber langfristig wieder zu einer Gewichtszunahme führt.

Herbalife wiederentdeckt

Ich hatte mich vor langer Zeit mal als Herbalife-Berater versucht. Dies hatte unter anderem den Effekt, dass ich allen und jedem versuchte das Pulver in Dosen aus Amerika aufzuschwatzen. Da ich aber damit sehr wenig Erfolg hatte liess ich es aber wieder sein. Ich erinnerte mich aber, dass ich die Produkte von Herbalife immer sehr gemocht hatte.

So bestellte ich mir einen größeren Vorrat von Herbalife-Produkten (mit Fokus auf Gewichtsreduktion) nach Weistrach und begann mit dem intensiven Gewichtsreduktionsprogramm. Hierbei ersetzt man Frühstück und Abendessen mit einem Shake und nimmt nebenher noch allerlei Tabletten zu sich. Die Tabletten haben für sich spezifische Zielsetzungen, das Hauptziel ist aber, auch die normale Mahlzeit zu Mittag mit vielen Vitalstoffen zu supplementieren.

Maximale Herbalife Bestellung

Das Sortiment der Herbalife-Produkte hat sich seit meinem letzten Kontakt damit wesentlich vergrößert. Viele kleine Helferlein sind dazugekommen, mit denen man sich über Phasen helfen kann, wo man z.B. etwas kauen (Eiweiß-Riegel) oder knabbern (Geröstete Sojabohnen) kann, ohne über die Strenge zu schlagen. Genial sind auch die “Healthy Meal Bars” die den Frühstücksshake ersetzen können, wenn man keine Zeit (oder Lust) dazu hat.

Trend mit Pulver und Pillen

Doch zurück zum Chart. Der eine deutlich sichtbare Effekt der zusätzlichen Herbalife-Ernährung ist, dass der Trendkanal etwas “schärfer” ist, sprich einen Durchmesser von nur 1,3 kg aufweist. Gleichzeitig ist die Steilheit auch grösser, nämlich entsprechend einem Gewichtsverlust von 2,4 kg pro 30 Tage.

Man beachte auch die dickere blaue Linie, die den gleitenden Durchschnitt repräsentiert. Hat der erste Trend diese Linie noch regelmäßig berührt, sieht man zeitgleich zum Beginn des zweiten Trends eine Abkoppelung nach unten. Natürlich muss sich die blaue Linie im nächsten Monat dem neuen Trend wieder annähern, aber kurzfristig ist diese Beschleunigung bei der Gewichtsabnahme schon ziemlich imposant.

Als Herbalife-Berater wurde ich oft gefragt, wie schnell man denn abnehmen könne. Und da hatte ich damals immer geantwortet “ein halbes Kilo pro Woche” ist gesund. Da finde ich es ungemein spannend, zu sehen, dass mein eigener Erfolg dem ziemlich genau entspricht.

Ich esse Herbalife jetzt wieder seit etwa einem Monat und freue mich, dass es (noch immer) so gut funktioniert. Mein nächstes Ziel ist bis Ende April wieder unter 70 Kilo zu kommen und spätestens zu meinem Geburtstag am 24.7. unter 67 Kilo. Setzt sich der Trend fort sind diese Ziele leicht zu erreichen. Dieser Grad an Gewichtsreduktion erfordert eine Differenz zwischen Energie-Aufnahme und -Verbrauch von etwa 1000 kcal pro Tag. Ohne Herbalife wäre das nie längerfristig zu bewerkstelligen.

Fazit

Dank meines Erfolges bekomme ich eine Reduktion des Selbstbehaltes von 20% auf 10% bei der gewerblichen Sozialversicherung SVA. Mindestens 5% Gewichtsreduktion (bei Übergewicht) sind hier nötig und diese kann ich nunmehr belegen.

Ich habe mir die letzten 10 Jahre immer eingeredet, dass ab 30 mein Stoffwechsel einfach langsamer arbeitet und ich deswegen automatisch zunehmen muss. Meine bis dato recht erfolgreiche Gegenwehr gegen diese unerwünschte “Verbreiterung” beweist, dass ich mich nicht mit Übergewicht abfinden muss.

Ganz im Gegenteil, ich freue mich schon darauf, viel neues Gewand (insbesondere Hosen) zu brauchen. In ein paar Monaten.

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