Pendler

Wenn die Lebensgefährtin am Land in einem tollen Haus wohnt, dann muss man sich überlegen, wie man die gemeinsam verbrachte Zeit möglichst maximieren kann.

Es erscheint mir logisch, dass ich während der warmen Hälfte des Jahres die Wochenenden an der frischen Luft am Land verbringe und so stellt sich die Frage, wie man am günstigsten und bequemsten am Freitag nach der Arbeit raus und am Montag in der Früh wieder zurück nach Wien kommt.

Mal scharf nachgerechnet:

  • mit dem Auto sind es 161 km ( Strecke), dauert 1:41, kostet EUR 61,14 (Kilometergeld)
  • mit den Zug sind es 149 km (Strecke), dauert 2:12, kostet EUR 10,90 pro Stecke (50% Rabatt-Ticket mit Vorteilscard um 99 EUR)

Von meinen Arbeitskollegen wohnt mein Vorgesetzter am weitesten weg, er braucht täglich etwa eine Stunde pro Weg und alterniert zwischen Bahn und Kfz. Als ich ihn befragte, was seine Erfahrungen wären, favorisierte er die entspannendere Zug-Variante und betonte, dass die involvierten Fußwege als Fitness-Training auf keinen Fall zu vernachlässigen sind.

An diesem Wochenende ist es soweit, ich pendle zum ersten Mal mit dem Zug. Die Vorteilscard hatte ich mir schon gestern vorab gekauft. Trickreich war die Aufgabe, schnell noch ein Passfoto zu bekommen, aber glücklicherweise gab es einen entsprechenden Automaten in der Nähe.

Ich sitze mittlerweile eine Stunde im Zug. Zunächst sah ich noch grüne Hügel an mir vorbeiziehen, die nach und nach einer Landschaft voller Felder an mir vorüberziehen. Seit Fahrtbeginn habe ich das vierte Terry Pratchett Buch ausgelesen und dann klappte ich den Laptop auf um zu sehen, wie es mit einer UMTS Verbindung ins Internet aussieht. Ja, geht.

Zumindest ausserhalb der gelegentlichen Bahn-Tunnels, von denen es westlich von St. Pölten einige gibt. Irgendwo dort hört auch die Versorgung mit UMTS auf. Diesen Post mache ich in so einem Loch via GPRS.

This entry was posted in Life. Bookmark the permalink.