Neues Leder

Meine gestohlene Brieftasche war ja schon recht abgenutzt gewesen und so folgte ich meinem Instinkt bei Samsonite eine neue zu kaufen.

Diese Jahr fiel der Valentinstag auf einen Freitag, was dazu führte, dass praktisch alle in Wien beheimaten Freunde den Tag mit ihrer Partnerin verbrachten. Das Spektrum reichte von romantischen Spaziergängen im Wienerwald bis zu Liebesausflügen zu romantischen Schlössern.

Ich meinerseits tröstete mich mit Shopping. Eine neue Geldbörse musste her, schon rein aus therapeutischen Überlegungen heraus. Ich hatte mir ja beim Universum einen finanziellen Neuanfang bestellt. Wenn schon denn schon.

Wenn ich ehrlich bin, ging mir meine alte Geldbörse sowieso auf den Keks. Geldscheine musste ich immer zusammenfalten und für alle meine Karten hatte ich viel zu wenig Fächer, so dass ich immer mehrere pro Slot aufbewahren musste.

Beim Samsonite im Gerngross auf der Mariahilfer Strasse wurde ich fündig. Ich fand den sweet Spot. Geöffnet exakt gross genug um grosse Euro-Scheine in vollem Ausmaß zu beherbergen. 3 Karten-Schlitze wenn man sie öffnet, dahinter 2 Fächer, wo nach mehr reinpassen und im Fach für die Scheine finden noch zwei Karten Platz. Ein grosses Münzfach mit Druckknopf. Witziges Detail: eingebauter Einkaufswagerl-Chip. 50 Euro.

Neue Brieftasche

 

Ich fragte den Verkäufer dann noch, was das für ein Leder wäre. Rindsleder, weil dies dicker und strapazfähiger sei. Schweineleder würde viel schneller “abblättern”. Meine neue Geldbörse habe die “bessere Qualität”.

Na das hört man gerne. So viel Luxus muss sein.

Dann dachte ich mir noch: Weil ich jetzt Euro-Scheinen keine Gewalt mehr antun muss, werden sie sich in Zukunft bei mir viel wohler fühlen. Und damit schickte ich den Wunsch zu “mehr Geld” ans Universum.

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