Die Juden feiern “Schawuot” (Wochenfest) zur Erinnerung an den Empfang der 10 Gebote am Berg Sinai und gleichzeitig Erntedankfest, weil zu dieser Zeit in Israel Weizen geerntet wird. Die Jünger Jesu empfingen an diesem Pfingst-Wochenende den heiligen Geist und gründeten die katholische Kirche, vermutlich weil es auch damals schon leichter war in der arbeitsfreien Zeit am Wochenende be-geist-ert zu sein und was zu gründen. Die Amis haben so zum Beispiel vor 100 Jahren Las Vegas gegründet. Alle anderen gründeten sich einen zusätzlichen freien Tag, über den sie sich jetzt freuen. Ich selbst warte noch auf die göttliche oder anderswertige Inspiration für den dieswochenendlichen Verwendungszweck. Bis diese kommt gehe ich mal skaten auf die Donauinsel und vielleicht werde ich mir morgen einen netten Sprungplatz suchen.
Plus und Minus Reprise
Heute war in fliegerischer Hinsicht ein Tag vieler Premieren. Ich machte meinen ersten Flug mit selbst abgegebenem Flugplan. Der erste Flug über das Sperrgebiet der Wiener Innenstadt (dank meines Wissens um eine bestimmte Prozedur war möglich, was sonst verboten ist). Und meine erste Landung am schwierigen Platz (kurze Piste, 90 Grad Seitenwind) in Mariazell (gelang erst beim zweiten Anflug nach einem Durchstarten). Mit von der Partie war eine liebe Freundin, für die dies der erste Flug in einem 2-sitzigen Sportflugzeug war. Dementsprechend gemütlich versuchte ich zu fliegen, aber leichtes Bocken ist bei Schönwetter einfach nicht zu vermeiden. Ich fand auch, dass ich mich heute sehr gut bei einem neuen potentiellen Arbeitgeber, der der Luftfahrt nahe steht, vorgestellt habe. Bis nächsten Freitag werde ich eine Entscheidung treffen, welcher Arbeitgeber es werden wird. Die Negativpunkte von heute waren, dass ich meinen Wohnungsschlüssel verloren habe (glücklicherweise hatte Dieter einen, den ich holen fahren mußte) und, dass das GPS, das ich am Montag im IFR-Flugzeug vergessen hatte, noch nicht am Neustädter Flugplatz abgegeben worden war. Aber bitte, so ist das leben, stets in etwa gleich viel Positives wie Negatives. Wobei heute eindeutig das Positive überwiegt hatte.

Geht schon wieder
Um mein Computerproblem zu lösen habe ich kurzerhand mal meinen Acrobat Reader auf die Version 7 aktualisiert und siehe da, auf einmal geht auch Shareaza wieder. Na dem habe ich auch gleich die Sporen gegeben, weil es gibt schon wieder eine Hand voll Dingen, die Oliver da dringend braucht. Gleichzeitig habe ich mir zwei Änderungsangebote meiner Autoversicherung angeschaut und das eine hat nur Teil-Berauscht, das andere mich verärgert, weil statt einer gewünschten Kostenreduktion würde dieses mit reduzierten Leistungen sogar um 10% mehr kosten. Zum Hintergrund ist zu sagen, dass ich mein Auto jetzt 3 Jahre befahre und während dieser Zeit die umfassenste Versicherung laufen hatte, die ich für Geld bekommen konnte. Jetzt dachte ich mir, dass es an der Zeit ist, die Prämie etwas zu reduzieren, aber scheinbar geht das nicht so einfach, wie ich mir das erhofft hatte. Na ja, nächster Tagesordnungspunkt heute ist wie gesagt der Vorstellungstermin bei einem potentiellen Arbeitgeber.
Erfolg zum Tag
Als einen befriedigenden persönlichen Erfolg werte ich, dass ich heute vom Personalvermittler ePunkt die Meldung bekam, dass mir die Firma, bei der ich schon bisher 2 mal vorstellen war, jetzt ein Angebot unterbreitet hat. Blöd nur ist festzustellen, dass ich von Firma zu Firma weniger Nettobezug habe. Trost gibt mir die Tatsache, dass ich, falls ich mit Anfang Juni beginne, einiges an Lohnsteuer bei der Einkommenssteuererklärung 2005 zurückerhalten werde. Ärgern tut mir aktuell auch, dass meine WMF Teekanne schon wieder einen Sprung bekommen hat und dass das letzte Sicherheitsupdate für Windows meinen Acrobat Reader 6 und Shareaza kaputt gemacht hat. Nun, ich glaube daran, dass Gut und Schlecht immer in etwa per saldo die Waage halten müssen. Zum Ausgleich habe ich morgen noch ein Gespräch mit einer interessanten Firma und am nachmittag gehen wir Fliegen. Es wurde exzellentes Flugwetter vorhergesagt, was dies sicherlich zu einem besonderen Genuß machen wird. Drum sage ich mir “kopfhoch!”
Politically correct
Gleich nach dem Aufwachen habe ich wieder etwas gelernt. Ich wurde darauf aufmerksam bemacht, dass der Begriff “Tschechei” negativ besetzt ist. Dies hatte mich zunächst verdutzt, denn ich dachte bisher, dass dies der offizielle Kurzname wäre, aber Nachschlagen in der Wikipedia hat dies aufgeklärt. Nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938/39 sprach die nationalsozialistische Propaganda oft von “Resttschechei”. Der negative Klang übertrug sich bei den meisten Tschechen auch auf den Begriff Tschechei, obwohl der Begriff kurz vor- und nachher auch in anderem Zusammenhang verwendet wurde. Es war jedoch immer ein Begriff von nicht offizieller Natur. In Erwägung der obigen Argumente haben deutsche und österreichische Sprachforscher sowie die tschechische Regierung beschlossen, den Begriff Tschechien für die 1992 neu entstandene Tschechische Republik zu forcieren. Dementsprechend ist auch seit 1992 in deutschen Nachschlagewerken ausschließlich Tschechien als Kurzform für “Tschechische Republik” vorzufinden. Im Interesse der verhinderung allfälliger diplomatischer Zwischenfälle werden wir ab sofort die offizielle Kurzbezeichnung für unsere ehrenvollen Nachbarstaaten verwenden.